Wenn es zu viel geworden ist
Ich kenne diesen Zustand von innen. Wenn du dich darin wiederfindest, darf das Wort ruhig fallen: Burnout. In meiner Arbeit begegne ich ihm immer häufiger, seit Markt und KI das Tempo bestimmen.
Die Energie fehlt nicht für das Geschäft. Sie fehlt für das Leben.

Wie es anfängt
Bei mir war es nicht der Stress. Es war eine Mischung aus körperlicher und geistiger Erschöpfung und einem Sinn, der mir unterwegs verloren gegangen war. Ich funktionierte noch, aber ich wusste nicht mehr, wozu.
Heute sehe ich bei den Menschen, mit denen ich arbeite, oft denselben Anfang. Am Anfang stehen Vorfreude und große Erwartungen: eine neue Firma, eine neue Rolle, ein Vorhaben, für das man brennt. Dann zeigt sich, dass die Wirklichkeit dem Bild im Kopf nicht folgt. Wer jetzt einfach noch mehr gibt, greift jeden Tag ein Stück tiefer in die eigenen Reserven, über Monate, manchmal über Jahre.
Laut ist das selten. Bei mir waren es Sätze, die ich mir selbst gesagt habe:
Wer hier noch selbst die Reißleine ziehen kann, ist ein gutes Stück vom Burnout entfernt.
Ein ehrlicher Blick
Manche dieser Sätze habe ich mir selbst lange nicht eingestanden, und ich höre sie heute von Menschen, mit denen ich arbeite. Eine Diagnose ersetzen sie nicht. Lies sie langsam und kreuze an, was für die letzten Wochen stimmt.
Gut, dass du hinschaust. Wenn trotzdem etwas an dir nagt, nimm es ernst.
Du hast mehrere Sätze angekreuzt. Das ist kein Urteil, aber ein guter Grund, genauer hinzuschauen, und am besten nicht allein. Ich habe es damals zu lange allein versucht. Schreib mir, wie es dir gerade geht.
Mein Weg
2011 war ein turbulentes Jahr, und großer wirtschaftlicher Druck hat mich belastet. Nach außen war ich der erfolgreiche Coach, der anderen hilft. Ich habe alles selbst gemacht, immer Optimismus ausgestrahlt und nie um Hilfe gefragt. Ich wusste genau, wie nötig ein Gespräch ist, und konnte es für mich selbst nicht mehr.
Irgendwann lag ich im Bett und war zu keiner Entscheidung mehr fähig. Wozu aufstehen? Ich hatte mein Leben immer selbst gestaltet, und jetzt spürte ich mich selbst nicht mehr.
Sonja war in dieser Zeit mein Anker. Sie hat mich geliebt, so wie ich war, und mir zugleich gesagt, dass ich mich entscheiden muss. Die Umstände haben sich danach nicht verändert, wohl aber meine Bewertung der Situation.
Es war eine Entscheidung für etwas, und mit ihr begann mein Weg zurück.
Seither habe ich viele Jahre mit Menschen gearbeitet, denen es ähnlich ging, für eine Bank und mit einzelnen Führungskräften. In fast allen habe ich ein Stück von mir wiedererkannt: die Scham, das Bild vom eigenen Funktionieren und den Satz, dass man das schon allein schafft.
Der dunkelste Punkt
Aus dem, was ich damals erlebt habe, ist ein Bild geworden, mit dem ich heute arbeite: eine Welle. Nach dem ersten Schock geht es abwärts, durch Verdrängung, Wut und Trauer, und das immer schneller, wie in einer Achterbahn.
Ganz unten liegt der Punkt, an dem du annehmen kannst, was ist, und ehrlich in den Spiegel schaust. Er ist der dunkelste, und er kann dein Wendepunkt sein. Wenn du dort nicht akzeptierst, was ist, kannst du ganz und gar abstürzen, weil der Druck von außen dich zerstören kann.
Akzeptanz ist der Schlüssel, denn mit ihr übernimmst du Verantwortung. Dann kannst du den Kurs korrigieren und handeln, und je früher du das tust, desto früher wird es besser.
Die Sonne kommt nach der dunkelsten Nacht.
Handeln braucht Mut. Mein Wellenmodell stelle ich hier bald ausführlicher vor.
Wie ich mit dir arbeite
Eines habe ich bei meinen Kunden immer wieder gesehen: Wenn der Akku leer ist, bis hinein in die Zellen, kann der Kopf alte Muster nicht bearbeiten, und neue halten nicht. Der Körper braucht Energie, um innere Programme zu verändern und das Neue später auch zu leben. Deshalb gehört für mich zu jeder Burnout-Arbeit, die nachhaltig sein soll, auch der energetische Aufbau des Körpers.
Bei einigen meiner Kunden habe ich dafür gesorgt, dass gleich zu Beginn eine medizinische Klärung und Behandlung stattfand, bevor wir richtig miteinander arbeiten konnten.
KI hilft mir im Hintergrund bei Vorbereitung und Nachbereitung. In unseren Gesprächen selbst bin ich ganz bei dir.
Wir schauen ehrlich, wo du stehst. Das ist der schwerste Schritt und der wichtigste.
Entlastung im Alltag und Energie für den Körper, damit du wieder Kraft für Entscheidungen hast.
Wir stellen ab, was dich auszehrt, und lösen Verpflichtungen, die du nicht mehr tragen musst.
Wir sehen uns an, wie es dazu gekommen ist und was diese Krise dir sagen will. Daraus entsteht ein Kurs, der zu dir passt.
Du gehst den neuen Weg im Alltag, im Unternehmen und in deiner Familie. Vieles ist danach anders als vorher, und das darf so sein.
Wenn du für ein Unternehmen anfragst: Ich unterstütze die betroffene Person und auch die Führung, die mit der Situation umgehen muss.
Die Grenze
Ich bin Coach und Sparringspartner, kein Arzt und kein Therapeut. Wenn ich sehe, dass ärztliche Hilfe dazugehört, sage ich dir das offen, und dann kommt sie zuerst.
Und wenn es gerade akut ist, schreib mir trotzdem. Ich schicke dich nicht weg. Ich helfe dir, den nächsten Schritt zu finden, auch wenn er zuerst zu jemand anderem führt.
„Neuausrichtung nach Burnout – das war meine Ausgangslage. Durch das Coaching sind mir sehr viele Dinge über mich und meine Situation klar geworden. Ich kann nun klarer sehen, die richtigen Prioritäten setzen und zielgerichteter agieren. Der wertvolle Input war entscheidend für meinen Neustart im Arbeitsleben."
Ein paar Zeilen reichen. Ich antworte dir persönlich, und wir schauen, was dein nächster Schritt sein kann. Wenn du lieber gleich sprechen möchtest, ist eine Peilung ein guter Anfang.